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Kunst und Kultur
Novigrad

Novigrad und Karl der Große

Auf dem Boden von Novigrad hat sich durch die Jahrhunderte eine Reihe an Herrschern und großen Imperien abgewechselt. Es wurde nicht von Napoleon umgangen und 1000 Jahre früher auch nicht von Karl dem Großen, dem bekannten Herrscher des mittelalterlichen Fränkischen Reichs und Initiator der Dynastie der Karolinger.

Novigrad zu Zeiten der Karolinger

In der Zeit der Karolinger nahm Novigrad die Merkmale einer Stadt an und hatte den größten politischen und kirchlichen Einfluss in seiner gesamten Geschichte. Durch die Erschaffung eines einzigartigen Staates auf dem Boden Mitteleuropas, des ersten nach dem Untergang des Römischen Reiches, hat Karl der Große in diesem eine große Reform der Kultur und der lateinischen Schreibkunde gestartet.
Istrien kam als erste unter den kroatischen Regionen in Berührung mit den neuen Ereignissen in der damaligen europäischen Szene. In das System des Fränkischen Reichs ging es Ende des 8. Jahrhunderts ein und funktionierte, wie Katalonien oder das nordwestliche Frankreich, als Randprovinz (provincia maritima).

Novigrad - Sitz der neuen Regierung

Eben Novigrad war der Sitz der neuen Macht und kräftiger Stützpunkt, von wo aus sich der Einfluss der Karolinger in der Region verbreitete – in ihm tafelte der Herzog der Franken, und großen Einfluss auf die kulturellen und gesellschaftlichen Verhältnisse hatte der Bischof von Novigrad, ebenfalls ein Schützling der Karolinger.
Umso mehr nehmen einige an, dass auch die Kathedrale von Novigrad selbst im 8. Jahrhundert erbaut wurde, da sie in der Form sehr an die Basilikas erinnert, welche direkt im Herzen des einstigen Fränkischen Reiches gebaut wurden.

Überreste des Ziboriums des Bischofs Mauritius

Aus der Epoche der Karolinger stammen die Überreste des Ziboriums des Bischofs Mauritius, eines wichtigen Denkmals für das Verstehen der Verbindung des kleinen istrischen Städtchens mit den Hauptläufen der europäischen Kultur und der Schreibkunde im frühen Mittelalter. Das Ziborium befand sich einst in der Kathedrale von Novigrad, und heute ist es im Stadtmuseum Lapidarium ausgestellt. Es hat sich gezeigt, dass es nicht von istrischen Steinmetz-Werkstätten erbaut wurde, sondern von friaulischen Meistern, welche die wichtigsten Kirchenzentren des Karolinger Imperiums ausgestattet haben.
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